Dieser Blog enthält vornehmlich Fotos, die von mir oder Bekannten in Israel aufgenommen wurden. In geringem Umfang wird auch auf Material verwiesen, das mir aus Israel zugespielt wurde oder ich im Internet aufspürte.
Der gestrige Tag war aufgrund des Schabat
relativ ruhig. Auch das Schauerwetter ermutigte nicht gerade zu größeren Unternehmungen.
Heute haben wir eine Menge im Golan vor.
Er regnet in Strömen. Die Wanderung in Gamla sagen wir ab. Spontan läßt sich als
Alternativprogramm in der Nachbarschaft zum Hotel ein Besuch in der KKL-JNF-Zentrale
in Jerusalem organisieren. Wenn man als KKL-JNF-Reisegruppe nach Jerusalem kommt,
dann will man ja auch die Zentrale sehen. Ich verstehe gar nicht, warum das nicht
ohenhin geplant war.
Aufgrund des Schabatbeginns war der Nachmittag
gestern relativ kurz.
Heute steht zunächst die Große Synagoge auf dem Nachbargrundstück zum
Hotel Prima Kings
auf dem Programm. Ich war da schon mal drin und halte nichts davon während eines Gottesdienstes
in ein Gotteshaus zu gehen, wenn man selbst aus welchen Gründen auch immer nicht
an dem Gottesdienstes teilnehmen kann. Die Gegenwart von Beobachtern, die nicht
teilnehmen, entweiht das ganze und stört den Gottesdienst. Ich entschließe mich daher
in der Umgegend zu fotografieren und nicht den Gottesdienst zu stören.
Wir gehen in die Altstadt und besuchen dort in der Nähe des Zions-Tors den
Saal des letzten Abendmahls und das darunter liegenden Davids Grab. Im Zions-Tors
selbst verlieren wir sehr viel Zeit, weil für uns Fußgänge kein Durchkommen ist
aufgrund der vielen Angeberautos, die sich durch das Tor zwängen.
Das regnerische Wetter verschärft sich. Immer wieder kommt es zu Regenschauern,
so daß wir froh sind, uns in der Altstadt unterstellen zu können. Auf dem Platz
vor der Kotel, teilt sich dann die Gruppe in Grüppchen, da ja ohnehin viele
die Altstadt schon kennen. So komme ich dann auf der Via Dolorosa doch noch zu
Falaffel.
Später mache ich dann nochmal einen Foto-Streifzug, um zum einen nach interessanten
Graffiti zu suchen und auch sonst noch ein paar Bilder von Sehenswürdigkeiten
zu vervollständigen, denn auch wenn ich geschätzt schon etwa 15.000 Fotos aus Israel
habe, bedeutet dies nicht, daß ich schon alles abgelichtet habe.
Nach der Besichtigung der Ausgrabungen am Vormittag
parken wir den Bus beim Independence Park und vereinbaren die Bank Hapoalim an
dem Platz, an welchem die Ben Jehuda-Straße auf die Jaffa-Straße stößt, als Treffpunkt.
An diesem späteren Treffpunkt lausche ich zunächst dem Saxophon-Duo. Anschließend
mache ich mich zum Mahane Yehuda auf, um dort die von den zuhause Gebliebenen
bestellten Baklavas einzukaufen. Ich kaufe die Baklavas bei dem Bäcker, bei welchem
ich sie immer kaufe. Auch zwei Kilo Zatar kaufe ich wieder wie üblich bei dem Gewürzhändler,
wo ich es immer kaufe.
Nachdem ich mit den Einkäufen fertig bin, will ich mich jetzt noch nach Falaffel
umsehen, aber dafür ist es im jüdischen Teil nun zu spät. In der Altstadt bekäme
ich noch Falaffel, aber dafür reicht die Zeit nicht, um dann noch pünktlich wieder am Treffpunkt
zu sein.
Am morgigen Schabat haben wir die Altstadt auf dem Programm.
So tief grün es da draußen ist, wir fahren nicht durch den Schwarzwald, sondern
befinden uns im Gebirge Juda auf dem Weg nach Jerusalem.
An der Neigung der vertikalen Linien wie hier z.B. der Bäume kann man erkennen,
daß wir in Richtung des linken Bildrandes fahren, d.h. ich sitze auf der rechten
Seite im Bus. Das iPhone scheint von oben nach unten zu scannen, so daß senkrechte
Linien oben in Fahrtrichtung fallen. Da wir die Autobahn in West-Ost-Richtung
fahren, blicke ich demnach vorwiegend nach Süden.
Wir kommen immer näher an Jerusalem, und je weiter wir diesen Berg hoch fahren,
desto deutlicher erkennt man die Brandschutzwege im Wald, die im Falle eines
Waldbrandes die Ausbreitung im Unterholz stoppen sollen.
Hier sind die Brandschutzwege ganz deutlich zu sehen. Durch Torheit aber auch
durch Brandanschläge kommt es immer wieder zu Waldbränden, was vermutlich auch
der Grund ist, warum der Wald hier mehr aus Gestrüpp als großen Bäumen besteht.
Nach Jerusalem geht es noch höher hinauf. Wer den Schwarzwald und die Baar kennt:
Donaueschingen, das ist so in etwa die Höhenlage von Jerusalem; so weit müssen
wir noch hoch.
Letztes Jahr war ich mit der Straßenbahn gefahren,
jedoch nicht soweit bis hier her in diese Richtung, sondern nur vom Damaskus Tor bis
zur Endhaltestelle in der anderen Richtung, am Herzlberg.
Da heute Schabatbeginn ist, schließen alle Museen wie auch das Davidson-Center sehr früh,
so daß wir njur einen sehr kleinen Bruchteil der vielen neuen Ausgrabungen ansehen
können.
Außerdem wollen noch einige in der Ben Yehuda
shoppen gehen, was ja auch nur bis etwa 15.00 Uhr möglich ist, weil die Geschäfte
schließen.
Da YouTube die Videos sperrt, wenn sie Musik enthalten, für welche die GEMA Rechte
für sich beansprucht, egal ob für die Nutzung dieser Musik bereits Gebühren in Form
von Pauschalabgaben auf Computern, Festplatten, Leer-Kassetten, DVD-Rohlinge bezahlt
wurden, wurde die Tonspur mit der Musik jeweils weggelassen.
Da wie gesagt die Rechte der GEMA bereits durch die Zwangsabgaben abgegolten sind,
ist es ohnehin fraglich, in wieweit die GEMA überhaupt befugt ist, in Deutschland
noch einmal abzukassieren, wofür sie bereits über die Zwangsabgaben vergütet wurde.
Warum sich Google auf dieses dreiste Spiel der GEMA einläßt, ist mir schleierhaft.
Damit die Filme also in Deutschland nicht völlig blockiert werden, wurden sie in
einer speziellen kastrierten Fassung ohne unterlegte Musik hochgeladen. Das
ist mit zusätzlicher Arbeit verbunden und bedeutet ohne die Musik zum einen
ein jeweils beschädigtes Gesamtkunstwerk, denn die Musik gehört dazu, sowie auch
die fehlende Vorstellung guter, dem ein oder anderen Zuschauer noch nicht bekannter
Musik, die er oder sie sich sonst vielleicht gekauft hätte, wenn sie nicht
durch den GEMA-Affenzirkus vorenthalten worden wäre.
Das Erstellen der DVDs ist mit sehr viel Arbeit verbunden. Jedes einzlene Bild muß
inszeniert werden. Bei über 5000 Fotos allein dieser Reise ist schon jetzt ersichtlich,
daß die DVDs in ihrer Gesamtheit nicht fertig sein werden, bevor die nächste
Israel-Reise beginnt.
Dies ist der Anfang der ersten DVD mit den Bildern und Filmen vom Anreisetag,
dem 31. Mai 2012. Diese Fassung wurde anders als auf der DVD selbst nicht mit
Musik unterlegt.
Da im Video auch ein Verkehrsstau zu sehen ist, der im Verdacht steht, von Madonna
oder vielmehr deren Fans verursacht zu sein, endet das Video mit einem kurzen
Zitat aus dem Video von merpanama.
Das zufällig zeitgleich stattfindende Konzert von Madonna war nicht Bestandteil
der Reise, und es hat sich auch kein Reiseteilnehmer geoutet, das Konzert besucht
zu haben.
Das Drehbuch für diesen Teil der DVD besteht aus den Blogseiten:
Dies ist der zweite Teil der ersten DVD der Israel-Reise mit der GCJZ. Dieser
beinhaltet alle meine Fotos (gute und schlechte) und Videoaufnahmen vom ersten
Tag im Land (1.Juni) bis einschließlich dem orientalischen Markt HaCarmel.
Das Drehbuch für diesen Teil der DVD besteht aus den Blogseiten:
Diese Youtube-Fassung ist anders als die DVD selbst nicht mit Musik unterlegt,
indem die entsprechende Tonspur einfach weggelassen wurde.
Der Film beginnt morgens im Hotel mit einem Blick aus dem Fenster. Nach dem Frühstück
folgt ein Spaziergang durch den gegenüber liegenden Independence Park. Mit dem
Bus führt die Stadtrundfahrt schließlich nach Jaffo, wo Tel Jaffa und die Altstadt
besichtigt werden. Zu Fuß geht es durch den Hafen, die Strandpromenade entlang
zum alten Bahnhof von Jaffa. Schließlich geht es noch zum orientalischen Markt
HaCarmel in Tel Aviv.
Diese DVD zeigt den Vortrag von ARD-Korrespondent Sebastian Engelbrecht mit anschließender
Fragerunde durch die Reisegruppe am Abend des 1. Juni in einem Saal des Hotels, der
auch als Synagoge für Hotelgäste genutzt wird.
Nicht alle Ansichten von Herrn Engelbrecht werden von allen Reiseteilnehmern geteilt,
sowie auch nicht alle von Reiseteilnehmern geäußerten Ansichten von allen anderen
geteilt werden. Dies wird insbesondere bei der Fragerunde deutlich. Einige Thesen
sind rein spekulativ und entbehren jeglichen Belegs.
Dieser Tag beginnt in Haifa mit dem Sonnenaufgang über der Bucht von Haifa, aufgenommen
aus dem Hotelzimmer des Dan Panorama.
Der Besuch des Leo Baeck Erziehungszentrum
und die Schilderung von dessen Arbeit macht einen großen Teil des Films aus.
Der Mittag verbringen wir in in Megiddo, anschließend stehen noch Nazareth und
der Berg Tabor auf dem Programm. Der Film endet mit der Bucht von Haifa im Abendlicht.
Das Drehbuch für diese DVD besteht aus den Blogseiten:
Die DVD selbst wurde noch nicht erstellt, die Tonspur mit der Musik wurde auch noch
nicht erstellt, sondern diesmal wurde die kastrierte YouTube-Fassung vorab publiziert,
nachdem der dazu erforderliche Filmteil fertig ist.
Dieser Teil der DVD enthält den frühen Vormittag und späten Nachmittag des
4. Juni 2012 in Haifa sowie Yemin Orde. Der späte Vormittag und Mittag sind
so umfangreich, daß sie zusammen eine eigene DVD bilden.
Der Tag beginnt mit dem Sonnenaufgang in der Bucht von Haifa. Danach wandern die wenige
Hundert Meter vom Hotel die Louis Promenade entlang zu den Gärten der Bahai,
wo wir zu einer Führung erwartet werden. Wir besichtigen die oberen Gärten der
Bahai.
Am oberen Ende der unteren Gärten der Bahai befindet sich der Schrein des Bab,
welchen wir ebenfalls besichtigen; er ist nur von außen zu sehen, da man innen
drin nicht fotografieren darf.
In dieser DVD geht es weiter mit einem Spaziergang in der Stadt Haifa in der Nähe
des Rathauses und anschließendem Empfang durch Oberbürgermeister Yona Yahav im
Rathaus. Der Empfang durch Oberbürgermeister Yona Yahav wurde möglich im Rahmen der
Städtepartnerschaft von Mannheim und Haifa.
Dem Empfang schließt sich eine Stadtrundfahrt unter Führung von Dr. Karpel, dem
ehemaligen Stadtbaudirektor, statt. Während die meisten sich am Strand ein
Mittagessen einverleiben, ziehe ich einen Spaziergang am Strand vor.
Den späten Nachmittag verbringen wir in Yemin Orde, wo die Spuren des Brandes
auf dem Carmel noch sehr deutlich zu sehen sind.
Das Drehbuch für diese beiden DVDs besteht aus den Blogseiten:
Die beiden DVDs selbst wurde noch nicht erstellt, die Tonspuren mit der Musik wurden
auch noch nicht erstellt, sondern diesmal wurden die kastrierte YouTube-Fassungen
vorab publiziert, nachdem der dazu erforderliche Filmteil fertig ist.
Dieser Teil der DVD enthält Vormittag und Mittag des 5. Juni 2012 in Akko und
Rosh HaNikra sowie die Fahrt nach Sfat. Sfat selbst und die Ankunft in Tiberias
finden sich auf der nächsten DVD.
In diesem Teil der DVD besichtigen wir die Künstlerstadt Sfat. Unter Führung
besichtigen wir lediglich die blaue Synagoge, danach kann sich jeder in der Stadt
nach eigenem Gusto umsehen. Anschließend fahren wir weiter nach Tiberias ins Hotel
Royal Plaza.
Das Drehbuch für diese beiden DVD-Teile besteht aus der Blogseite:
Am 6. Juni waren wir an verschiedenen Orten an der Nordwestseite des See Genezareths.
Da ich überwiegend fotografiert und wenig Videos aufgenommen habe, paßt der ganze
Tag noch auf den Rest der DVD.
Das Drehbuch für diesen Teil der DVD besteht aus der Blogseite:
Dieser Tag beginnt mit der Fahrt nach Jerusalem. Der Einzug nach Jerusalem beginnt
mit einem Stau auf der Autobahn, da in dem Moemnt, als wir in den Tunnel
einfahren wollen, die Ampel auf rot schaltet und die Schranke sich schließt. Gerade
mal zwei Fahrzeuge sind vor uns, so daß wir das Geschehen aus direkter Nähe dokumentieren
können.
In Jerusalem besichtigen wir die Altstadt. Während die Gruppe sich zur Grabeskirche
aufmacht, um diese ausgibig zu besichtigen, drehe ich meine eigene Tour durch die
Altstadt und treffe mich dann wieder mit der Gruppe auf dem Platz vor der Grabeskirche
zum vereinbarten Zeitpunkt.
Nach dem Bezug der Zimmer im Hotel Holy Land East, ziehe ich nochmals lso, um erste
Aufnahmen von der Straßenbahn zu machen. Außerdem fotografiere ich dabei auch die
Gebäude zwischen Damaskus Tor und Hotel, da ich ja nivcht weiß, ob das Israelische
Taxi, mit dem meine Frau nachkommen will, bis zum Hotel im arabischen Teil Jerusalems
fährt. Es gab schließlich auch Zeiten, in denen sich israelische Taxis nicht
in arabische Stadtteile wagten.
Das Drehbuch für diesen Teil der DVD besteht aus der Blogseite:
Nach dem gestrigen Besuch des Rockefeller Museums
am Vormittag und dem Spaziergung durch und um die Altstadt
herum, steht der heutige Tag im Zeichen der Heimreise, da wir ja morgen beide
wieder arbeiten müssen; schließlich warten ja unsere jeweiligen Kunden auf unsere
Dienste.
Bevor das Taxi kommt, entsorgen wir noch um die Ecke im dafür vorgesehenen Sammelcontainer
unsere leeren PET-Flaschen. An der Ecke stehen diese herrenlosen Sesamkringel. Einige
Passanten bedienen sich auch ganz selbstverständlich. Auch ein herrenloser Hund
läßt einen Kringel mitgehen.
Das Taxi kommt pünktlich, wir sind die ersten im Taxi. WIr kreuzen in allerlei Straßen
umher und laden Leute ein, die zum Flughafen wollen und das Sammeltaxi bestellt
hatten. Schließlich fahren wir die 463 Richtung Givat Zeev,
wo den letzten Fahrgast einladen. Schließlich geht es über die berüchtigte 443
weiter zum Flughafen. Die 443 war lange Zeit wegen terroristischer Übergriffe nur
für israelische Fahrzeuge freigeben. Zur Zeit dürfen alle dort fahren, weshalb
es auch immer mal wieder zu kleineren Zwischenfällen kommt.
Unser Flug geht um 14:40 Uhr. Gepäckkontrolle und Check-In für El Al ist hier oben,
wo man auch mit Bus und Taxi ankommt. Die Lufthanseln müssen mit dem Fahrstuhl runter
ins Tiefgeschoß, um nach dem Check-In wieder hier hoch zu kommen, denn der Zugang
zum Duty-Free Teil erfolgt hier oben.
Nachdem wir heute vormittag das Rockefeller Museum besucht haben, wollen wir
uns am Nachmittag die Ausgrabungen in der Davidstadt ansehen, die wir schon
nachts während des Lichterfests gesehen haben. jetzt wollen wir sie bei Tageslicht
erkunden.
Wir gehen an den Verkäufern vorbei, durch das Damaskus-Tor hinein in die Altstadt, weil der
Weg durch die Altstadt hindurch der kürzeste Weg zu unserem Ziel, den Ausgrabungen
jenseits des Misttores ist.
Es ist Schabbat, der Cardo im jüdischen Viertel der Altstadt ist verschlossen.
Wir müssen also ein paar Meter weiter östlich in der parallel verlaufenden Jewish
Quarter Street weiter gehen. Der direkte Weg vom Damaskus-Tor zum Misttor wäre
natürlich über den Platz vor der Westmauer gewesen, doch am Schabbat muß man ja
nicht unnötig Gottesdiente störend über diesen Platz laufen, und ein großer Umweg
ist es ja nicht, durch das jüdische Viertel zu laufen.
An das Geländer lehne ich mich heute nicht, denn das gab schon des Nachts beim
Lichterfest so beängstigend nach; da will ich nicht hinunterstürzen. Linker Hand
geht es zum "Burnt House".
Es wurde durch die Römer im Jahr 70 nach Beginn der Zeitrechnung niedergebrannt.
Ein paar Schritte nach rechts und wir können zur Al Aksa Moschee mit dem Robinson
Bogen in der Westmauer des Tempels blicken. Im Hintergrund sehen wir den Ölberg.
Teilweise von den Leuten verdeckt sehen wir die Mughrabi-Brücke,
die neben dem Platz vor der Westmauer zum Tempelberg hinaufführt. Den Felsendom
sehen wir hier ebenfalls mit relativ neu renovierter Kuppel. Früher konnte man
ihn gegen Eintrittsgebühr besichtigen. Heute läßt die Waqf nur noch Muslime
hinein, so wie die Waqf den Zugang für Nichtmuslime zum Tempelberg auf allein diese
Mughrabi-Brücke beschränkt, die vielen anderen Tore, durch die man früher ebenfalls
zum Tempelberg gelanden konnte, sind heute nur noch für Muslime als Eingang
möglich.
Hier sehen wir die Ausgrabungen außerhalb des Tempelbergs vor der Al Aksa Moschee.
In diesem Areal hat man inzwischen tief unter dem heutigen Niveau einen alten
Tunnel aus der Zeit von Herodes
gefunden. Auch Zisternen aus der Zeit Davids,
die somit über dreitausend Jahre alt sind, wurden gefunden.
Wir gehen zum Misttor hinaus zu den Ausgrabungen in der Davidstadt, die wir vom
Lichterfest in der Nacht kennen, und die wir nun bei Tageslicht betrachten wollen.
Da der Eingang während des Lichterfests in der Ma'alot Ir David war, gehen wir nun
dort hin. Aber der Eingang ist nun bei Tage anderes als in der Nacht vom Lichterfest
verschlossen. Wir können nicht hinein. Schade. Also gehen wir wieder auf die Ma'ale
HaShalom zurück, wo wir dann durch Löcher im Bretterzaun blicken.
Wir gehen die Ma'ale HaShalom weiter in Richtung Kidrontal, bei der Ma'alot Ir David
wechselt sie dann den Namen und heißt im weiteren Verlauf dann Derech HaOfel. Die
Ausgrabungen hier südlich der Al Aksa Moschee gehören zum Ophel.
Der Ophel wird beispielsweise im zweiten Buch der Chronik in den Kapiteln 27 und 33
erwähnt. Auch bei den Propheten Nehemia und Jesaja findet er Erwähnung.
Offenbar fehlt es an Geld, um die Ausgrabungen vor dem Wuchs der Essigbäume zu
schützen. Es kann jedoch auch sein, daß die ständigen Provokationen von Israel
feindlichen Seiten, bei Ausgrabungen in dieser Region, zu einer Zurückhaltung
bei Pflegemaßnahmen führt, die auf Dauer den Bauwerken sicher nicht gut tut.
Für Menschen, die echte Flüchtlinge sind, gibt es das UNHCR
der UNO. Für sogenannte Palästinenser gibt es das UNRWA.
Warum werden die paar wenigen Tausend der sogenannten Palästinenser, die tatsächlich
Flüchtlinge sind, nicht wie alle anderen Menschen, die Flüchtlinge sind, durch die
UNHCR vertreten? Wozu diese Extrawurst? Den echten Flüchtlingen bringt es nichts,
nur Israel und dem Frieden und Wohl aller schadet es.
Die Tafel bestätigt es, daß es sich hier um die Ausgrabungen des Ophel handelt.
Die Skizze läßt erahnen, wie die Mauern des Ophel einst ausgesehen haben mögen.
Die Ausgrabungen des Ophel enden hier; die Derech HaOphel macht hier einen rechtwinkligen
Knick nach Norden. Rechts sehen wir den Ölberg und an dessen Hang die goldenen
Zwiebeltürme der Maria Magdalena Kirche.
Ein Weg breit genug für ein Fahrzeug führt von der Derech HaOphel hinauf zur
Südostecke desr Stadtmauer. Dort ist auch ein Tor zu dem an die Stadtmauer
angrenzenden moslemischen Friedhof. Das Tor ist offen.
Im Kidrontal befinden sich auch einige antike Gräber wie das
Zacharias-Grab und
das Absalom-Grab. Wer darin tatsächlich bestattet ist, bzw. für wen die Monumente
tatsächlich errichtet wurden, weiß man nicht.
Von hier eröffnen sich immer wieder neue Perspektiven auf den Ölberg. Auf der Stadtmauer
ist dies so nicht, sondern dort verändert sich lediglich der Blickwinkel und dies
kontinuierlich. Hier jedoch ist der Weg kurvig und auch der Blick immer mal wieder
durch Bäume oder anderes verstellt, so daß es hier abwechslungsreicher ist als auf
der Stadtmauer.
Hier kann man deutlich die Mauern links und rechts des Weges herab vom Ölberg
zum Garten Gethsemane sehen. Oberhalb der Mauern sehen wir die Maria Magdalena
Kirche. Geht man von Dominus Flevit kommend den Weg hinab, bemerkt man die Maria
Magdalena Kirche nicht, da sie von den hohen Mauern verdeckt wird.
Wir sind beim Goldenen Tor angekommen. Es ist zugemauert, damit der Messias der
Juden und Christen nicht nach Jerusalem einziehen kann. Ob ihn das wohl beeindruckt?
Der ganze Friedhof hat nur einen einzigen Zweck: Messias abschrecken. Ist das die
so hoch gepriesene angebliche Toleranz und Friedfertigkeit des Islam?
Links an den Hängen des Ölbergs sehen wir die Friedhöfe derer, die den Messias
erwarten und bei der Auferstehung mit ihm nach Jerusalem einziehen wollen. Rechts
des Kidrontals an den Hängen des Tempelbergs sehen wir den muslimischen Friedhof
derer, die eben dies verhinden wollen.
Auch solch ein enges Sträßlein bleibt vom Verkehrschaos nicht verschont. Irgendwo
im weiteren Verlauf der geraden Straße, geht sie dann in die Via Dolorosa über.
Die Dachterasse des Holy Land Hotel ist leider abgeschlossen, so daß ich lediglich
aus dem Fenster des Treppenhauses den Sonnenuntergang fotografieren kann.