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Montag, 22. April 2013

Hule-Tal

Nachdem das Regenwetter uns gestern unsere Vorhaben im Golan weitgehend hat ins Wasser fallen lassen, geht es heute mit dem geplanten forstwirtschaftlichen Einsatz in einem der KKL-Wälder gerade so weiter. Wieder müssen wir kurzfristig das Programm ändern.

Aber zunächst sind wir noch im Kibbutz Maagan am See Genezareth, wo wir die Nacht verbrachten und das Frühstück noch auf uns wartet.

Morgenspaziergang im Kibbutz Ma'agan am See Genezareth
Morgendämmerung am See Genezareth
Busfahrt im Huletal
Nutrias im Huletal
Tiere bei Vogelbeoachtungsstation im Huletal
Kreisende Vögel über dem Huletal
Gewässer bei der Vogelbeobachtungsstation im Huletal
Vögel und Büffel im Huletal

Nach dem Besuch der Vogelbeobachtungsstation brechen wir auf in Richtung Zfat.

Donnerstag, 18. April 2013

Lochamei HaGhetaot

Nach dem Besuch von Atlit steht nun ein KKL-Projekt auf dem Programm. Wir wollen den Garten von Lochamei HaGhetaot, der teilweise aus Spenden auch einiger Reiseteilnehmer finanziert wurde, offiziell einweihen.

Yad LaYeled

Schon vom Parkplatz der Omnibusse sehen wir sehr gut das Gebäude des Yad LaYeled.

Yad LaYeled
Yad LaYeled und Aquäduct

Wir gehen zunächst um das Gebäude herum und unter dem Aquäduct hindurch in das Theater dahinter.

Lochamei HaGhetaot

Hier im Theater vor dem Gettokämpfer-Museum nutzen wir die noch verbleibende Zeit bis zur Parkeinweihung für eine Vorstellungsrunde.

Aquäduct

Das Aquäduct ist jedoch nicht überall sehr vertrauenswürdig.

Aquäduct

Da sollte man wohl besser nicht drüber gehen.

Parkeinweihung durch Jana Marcus

Jana Marcus vom KKL-JNF Hauptquartier in Jerusalem hält die erste Ansprache zur Parkeinweihung. Für den Park um die beiden Museen herum, hatte der deutsche KKL-JNF Spenden gesammelt, und einige der Spender sind auch heute bei der Parkeinweihung mit dabei.

Park-Einweihung mit Gedenkstein-Enthüllung

Der Park um das Museum herum wird offiziell eingeweiht. Der Wind lenkt dabei so sehr ab, daß beinahe die Enthüllung des Gedenksteines vergessen wird.

Gedenkstein

Bei all den Attaken des Windes, hätten wir doch beinahe seine Enthüllung vergessen.

Führung durch das Museum der Gettokämpfer

Im Anschluß an die Park-Einweihung erhalten wir eine exzellente Führung durch das Museum. Anders als in Yad Vashem, dürfen wir hier fotografieren und filmen. Das Museum ist sehr viel kleiner als Yad Yashem und beeindruckt auch mit seinem pädagogischen Konzept des "Zentrum für humanistische Erziehung".

Holzrelief
Treppen
Gettokämpfermuseum
Aquäduct

Nach der Besichtugung des Gettokämpfermuseums gehen wir zurück und besichtigen noch das Yad LaYeled Kindergedenkmuseum. Auch aus diesem Blickwinkel wirkt das alte Aquäduct nicht gerade vertrauenswürdig.

Büste von Anne Frank

Im Museum sehen wir z.B. diese Büste von Anne Frank.

Deckenglasfenster

Die eigentliche Führung beginnt in dem Kuppelraum, der in der Decke dieses bunte Glasfenster hat. Auch an den Seiten sind kleinere bunte Glasfenster mit Kindermotiven.

Führung durch das Museum Yad LaYeled

Das Yad LaYeled Kindergedenkmuseum ist deutlich größer als seine Entsprechung in Yad Vashem, da es sich auch an ein anderes Zielpublikum, an die Kinder, richtet. Anders als Yad Vashem, das dort "nur" gedenken möchte, will man hier in Lochamei HaGhetaot im Yad LaYeled den Kindern die Welt der Kinder zur Zeit des Holocausts vertraut machen, weshalb zu den aus Yad Vashem vertrauten Gedenkmomenten auch Alltagsgegenstände wie Spielsachen usw. im gleichen Kontext gezeigt werden, wohingegen entsprechende Exponate in Yad Vashem zwar auch vorkommen, dort jedoch räumlich von dem Gedenken an die ermordeten Kinder getrennt.

Tafel

Nach Verlassen des Kuppelraumes wir es dann deutlich nachdenklicher.

Tafel

Nach dem beeindruckenden Besuch des Ghettokämpfer-Museums in Lochamei HaGhetaot fuhren wir zurück nach Tel Aviv, um dann nach dem Abendessen noch einmal nach Jaffa zu fahren, wo ein Theaterstück im "Nalaga’at" Center auf dem Programm steht.

Montag, 11. Juni 2012

Negev

Nachdem wir den Vormittag in Sderot verbrachten, fahren wir nun weiter in den Negev. Unterwegs essen wir in einem berühmen Lokal, in welchem auch schon allerlei Prominez verköstigt worden sein soll. Aber schon am Abend wissen wir nicht mehr, ob dies in Beer Sheva oder in Dimona war und die GPS-Ortung in den Fotos ist sich ebenfalls uneins darüber, ob das nun in Beer Sheva oder Dimona war.

Dimona

Da der Umweg über Dimona, den wir gefahren sind, wahrscheinlich nur dann einen Sinn ergibt, wenn wir in Dimona gegessen haben, schiebe ich die Bilder, die beim Mittagessen angeblich in Beer Sheva aufgenommen wurden, zu den Bildern vom Mittagessen, die in Dimona aufgenommen worden sein wollen, weil mir diese Geoposition glaubwürdiger erscheint.

Mittagessen
Mittagessen
Mittagessen
Mittagessen
Das berühmte Lokal
Mittagessen

Innen drin finden sich keine Hinweise auf prominente Gäste.

Sde Boker

Tafel: Lebensstationen von David Ben-Gurion

Wir besuchen zunächst das Kibbutz Sde Boker, wo David Ben-Gurion in ländlicher Einfachheit zum Leidwesen seiner Ehefrau, die anderes gwohnt war und dennoch aus Liebe alles mitmachte, seinen Lebensabend verbrachte und auch Staatsempfänge abhielt.

Park von Sde Boker
Alte Kibbutzhäuser von Sde Boker
Alte Kibbutzhäuser von Sde Boker
Alte Kibbutzhäuser von Sde Boker
David Ben-Gurions Wohnhaus
David Ben-Gurions Wohnhaus (Wohnzimmer)
David Ben-Gurions Wohnhaus (Küche)
David Ben-Gurions Wohnhaus (Schlafzimmer)
David Ben-Gurions Wohnhaus (Schlafzimmer)
David Ben-Gurions Wohnhaus (Bad)
David Ben-Gurions Wohnhaus
David Ben-Gurions Wohnhaus (Studierzimmer)
David Ben-Gurions Wohnhaus (Bibliothek)
Blume
Blume

Midreshet Ben-Gurion

Wir fahren mit dem Bus die paar Kilometer hinüber zum Midreshet Ben-Gurion, wo er und seine Frau begraben liegen und von wo aus man auch einen herrlichen Blick auf das Wadi Zin hat. Ins Wadi hinab gehen wir heute nicht und fahren auch nicht mit dem Bus hinunter.

Park von Midreshet Ben-Gurion
Steinböcke

Auf der Reise im Jahr 2010 haben wir nur die Hinterlassenschaften dieser Herrschaften hier gesehen; dieses Mal sehen wir auch die zugehörigen Tiere.

Steinbock
Park von Midreshet Ben-Gurion
The Ben-Gurion Heritage Institute
Grab von Ben-Gurion und seiner Frau

Busfahrt zurück nach Jerusalem

Busfahrt

Beine hoch und pofen. Wie kann man nur Israel verschlafen?

Die Baumgruppe hier in der Wüste ist eine Birke, d.h. eine künstliche Vertiefung, in der sich das wenige Regenwasser sammelt und so die Bäume bewässert. Die Bäume selbst sind keine Birken, sondern andere Laubbäume, was genau für Bäume es sind, kann ich auf den Bild nicht erkennen; Ölbäume sind es nicht. Die Anlage von solchen Birken ist im Negev recht verbreitet.

Skulptur

Auf der Heimfahrt nach Jerusalem sausten einige Skulpturen, Kamele und Kamel-Verkehrsschilder an uns vorbei. Hier ist die Skulptur sogar noch am Rand auf dem Bild zu sehen.

Nach dem Abendessen findet im Hotel noch der Abschiedsabend der Gruppe statt, da ja morgen die Gruppe die Heimreise antritt, nur meine Frau und ich bleiben noch länger. Wir wollen uns morgen die Montefiore Windmühle ansehen.

Donnerstag, 7. Juni 2012

Shaar HaGolan

Wir haben genug vom Bental und fahren ins Jordantal am südlichen Ende der Golanhöhen.

Shaar HaGolan

Im Speisesaal des Kibbutz Shaar HaGolan

Der Versuch, uns im Lärm des Speisesaals den Kibbutz vorzustellen, gelingt nicht.

Im Speisesaal des Kibbutz Shaar HaGolan

Auch nachdem wir näher gerückt sind, ist kaum etwas zu verstehen.

Im Speisesaal des Kibbutz Shaar HaGolan

Nach einem dritten Versuch, geben wir an diesem Ort auf und lassen uns durch den Kibbutz führen.

Shaar HaGolan
Im Kibbutz Shaar HaGolan
Rundgang im Kibbutz Shaar HaGolan
Drachenbaum

Der Drachenbaum ist über und über mit dicken Dornen bestückt. Seine Samen sind in einem Wollgespinst verpackt, das an Baumwolle erinnert.

Bäume im Kibbutz Shaar HaGolan
Datteln
Agave im Kibbutz Shaar HaGolan
Granatäpfel und Maulbeeren
Wohnhäuser
Erklärung des Kibbutz

Ein neuer Versuch, den noch immer sozialistischen Kibbutz zu erklären erfolgt nun in einem anderen Raum.

Danksagung für die Führung durch den Kibbutz Shaar HaGolan
Pavillion
Besucherladen
Keramik

An einem Gebäude war etwas von Neolithikum zu lesen. Vermutlich ist es ein kleines Museum zu den archäologischen Ausgrabungen im Kibbutz. Wir haben es uns nicht angesehen. Die Ausgrabung sehen wir auch nicht, nicht einmal von ferne.

Dieter Vieweger, den wir später auf der Reise noch kennen lernen werden, widmet im Buch Archäologie der Biblischen Welt den Funden von Scha'ar HaGolan ein ganzes Kapitel. Er erklärt dort die Periode der Jarmuk-Kultur am Beisiel von Scha'ar HaGolan. Der Yarmuk ist ein Grenzfluß zwischen Jordanien und Israel. Er mündet in der Nähe des Kibbutz in den Jordan.

Dieter Vieweger: Archäologie der Biblischen Welt

In einem späteren Kapitel des Buches wird das Regionalmuseum vom Kibbutz Scha'ar HaGolan ausdrücklich hervogehoben als ein Museum mit untrüglichem pädagogischen Sinn. Vermutlich ist es das unscheinbare Gebäude gewesen, an dem etwas von Neolithikum zu lesen war. Ein Besuch dieses Museums wäre sicher ein Highlight gewesen.

Granatapfel
Skulptur

Taufkitsch

Man weiß nicht, wo Jesus getauft wurde. Dem Evangelisten war das nicht wichtig. Da aber Johannes der Täufer als Prediger in der Wüste geschildert wird, nimmt man an, daß es wohl in der Nähe des Toten Meeres gewesen sein dürfte.

Aufgestaueter Ausfluß des Jordan aus dem See Genezareth

Pilger taten schon immer das, was die Bibel als Götzendienst bezeichnet, sie halten Orte hoch, wo es der Bibel um die Inhalte geht. So gab es eine traditionelle Taufstelle am Unterlauf des Jordan in der Nähe des Toten Meeres. Während der Zeit der jordanischen Besatzung der Westbank jedoch war diese traditionelle Taufstelle, die genauso wenig authentisch ist wie diese hier, nicht zugänglich, so daß man Ersatz für die Pilger benötigte.

Aufgestauter Jordan

Diesen Ersatz schuf man am Ausfluß des Jordan aus dem See Genezareth. Hier ist der Jordan aufgestaut und erscheint deshalb breiter als beim Zufluß. Da er aber kaum Strömung hat, fließt wesentlich weniger Wasser über den Jordan aus dem See heraus als hinein.

Fische füttern verboten

Das Fütterungsverbot scheint die Touristen noch zusätzlich zum Füttern der Welse anzuspornen.

Täuflinge

Grab des Rabbi Meir Ba'al Ha'ness

Als wir zum Hotel zurück kamen fuhren Busse weise Leute zum Grab von Rabbi Meir Ba'al Ha'ness, das auf dem Nachbargrundstück zum Hotel liegt. Dies weckte mein Interesse und das meines Zimmergenossen, so daß wir beschlossen uns das anzusehen, was es da mit dem Grab auf sich habe.

Platz vor Mausoleum
Parkplatz
Feuerstellen

Laut Ruben diensen die merkwürdigen Feuerstellen dem Verbrennen von Kerzenresten. Mehr wollte er auf unser Nachfragen, was es mit dem Grab und diesem seltsamen Feuerstellen auf sich habe, nicht verraten, denn ihm war der Rabbi äußerst suspekt.

Mausoleum
Blick zum See Genezareth
Blick über den See
Verbarrikadierter Steg
Wassersport

Wenn man keine Canyons mit Wildwasser hat, betreibt man das Rafting eben, indem man sich im Gummiboot von einem rasenden Motorboot über den See ziehen läßt.

Wassersport auf See Genezareth
Angleridyll
Uferblick Richtung Tiberias
Biene auf Distel

Auch die Natur hat noch so ihre kleine Refugien am Ufer des Sees, auch wenn fast alles verbaut und abgesperrt ist.

Schattenspiele
Schattenspiele
Badestrand

Wer sich nicht im Hotelpool suhlen will, kann hier am Stand des See Genezarths sich ein Plätzchen suchen; immerhin für ein Handtuch reicht der Platz ja an diesem Luxusbadestrand. Umso rätselhafter scheint es mir, warum ausgerechnet dieses Hotel laut offiziellem Aushang den höchsten Zimmerpreis hat. Es kann sich in nichts mit den beiden Hotels in Tel Aviv und Haifa messen.

Badestrand

Die Reise ist kurz, die Zeit drängt; morgen verlassen wir den Norden mit dem See Genezareth und fahren das Jordantal entlang hinauf nach Jerusalem.