Dieser Blog enthält vornehmlich Fotos, die von mir oder Bekannten in Israel aufgenommen wurden. In geringem Umfang wird auch auf Material verwiesen, das mir aus Israel zugespielt wurde oder ich im Internet aufspürte.
Nach dem beeindruckenden Besuch des Ghettokämpfer-Museums in Lochamei HaGhetaot
fuhren wir zurück nach Tel Aviv, um dann nach dem Abendessen noch einmal nach Jaffa
zu fahren.
Wir wollen ein Theaterstück ansehen, da von Menschen gespielt wird, die gleichzeitig
blind, taub und teilweise auch noch stumm sind. Bis das Stück beginnt, ist noch
etwas Zeit. Ich vervollständige zunächst mal meine Sammlung an Graffitis, von
denen es hier in der Nähe des Theaters einige sehr beeindruckende zu sehen gibt.
Das Theaterstück im "Nalaga’at" Center,
das wir uns vorgenommen haben, heißt "Nicht von Brot allein". Natürlich darf in
einem Theaterstück, das von Blinden, die zugleich auch taubstumm sind, gespielt
wird, eine Anspielung an den Oberblinden und -tauben aus Rom nicht fehlen, der
uns ja schließlich auch nichts zu sagen hat.
Heute ist das Wetter noch regnerischer als gestern und auch der Wind
ist ähnlich stürmisch wie gestern. Unsere erste Station heute ist die weiße Stadt.
Einen Hitzschlag brauchen wir heute nicht befürchten. Es regnet. Noch keine Hand
voll der Reiseteilnehmer hat Regenschirme dabei, schließlich ist man ja von Israel
in dieser Jahreszeit anderes gewohnt.
Wir stellen uns zunächst mal unter und überlegen, wo wir hin gehen wollen, damit wir
nicht naß werden. Wir entscheiden uns, in das Hochhaus zu gehen, da es dort Mosaiken
des Künstlers Sharir zur Geschichte von Tel Aviv zu sehen gibt. Außerdem befindet
sich dort zur Zeit eine Fotoausstellung von alten Schwarzweiß-Fotos von Tel Aviv.
Durch die Glastür geht es zu den Fahrstühlen und zu den Toiletten. Das Hinweisschild
befindet sich jedoch in meinem Rücken unscheinbar an einem Pfeiler, so daß ich
die Pfeilrichtung nicht auf die Glastür bezog, sondern davon ausging, daß man
um die Ecke gehen müsse.
Die Mosaiken aus den Jahren 1994 bis 1995 stellen die Geschichte von Tel Aviv dar.
Auf einem Fernseher ist ein Video von der Erstellung der Mosaiken zu sehen, in der
kurze Szene, die hier zu sehen ist, sind insbesondere die Datumseinblendungen
interessant, da sie verraten, wann ddie Mosaiken erstellt wurden.
Die Entscheidung, den Regen in dem Einkaufszentrum bei den Mosaiken und der Fotoausstellung
abzuwarten, war richtig. Wir hätten die interessanten Mosaiken nicht gesehen, wenn
wir diese Entscheidung nicht gefällt hätten.
Auch wenn von der Weißen Stadt die Rede ist, weil einst die Häuser im Bauhausstil
weiß gestrichen waren, so sind die Häuser heute dennoch bunt und auch die Baustile
bunt gemischt.
Ebenfalls an diesem Platz befindet sich die Yerushalmi Hall. Wir gehen durch das Haus auf
der gegenüberliegenden Seite des Platzes hindurch und gelangen zu dem Brunnen
im Innenhof.